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Im Tal der Mühlen

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Schmidts- Mühle in Lockwitz

Wassermühle (1442-1867)

In einem erste Dokument aus dem Jahr 1442 wird Friedrich v. Boytitz mit Zinsen aus der „Mühle unter Sobrigau“ belohnt. Hundert Jahre später wird von der „ Mühle unter Borthen“ gesprochen. In ihr hatten die Bauern von Sobrigau und Borthen, dem Mahlzwang gehorchend, ihr Getreide zu mahlen. Die Einrichtung der Mühle war in dieser Zeit beachtlich. Neben einer Mahlmühle mit zwei Gängen, gab es eine Öl- und eine Brettmühle. Das Anwesen war im Besitz der Familie Kürbis und diese erweitert die Mühle mit einen dritten Mahlgang. In dieser Ausstattung bestand die Mühle bis zu ihren Brand 1867.

Der Zugang zur Mühle unter Borthen war beschwerlich, den bis 1797 ist diese nur von Sobrigau aus erreichbar. Erst nachdem Gottlob Schmidt den Besitzer der Hintermühle verklagte, konnte er einen auf einen Kosten einen unbefestigten Fahrweg im Lockwitzgrund zur seiner Mühle einrichten. Auf diesen Fahrweg konnten sich zwei Fuhrwerke aneinander vorbeifahren. Die heutige Strasse von Lockwitz nach Kreischa entstand 1883 aus den unbefestigter Fahrweg. Erst viel später, nachdem 1906 die Lockwitztalbahn eingeweiht wurde ist die Strasse mit Pflaster befestigt wurden.

Papierfabrik 1873Papierfabrik (1868-1876)

Etwa 1868 wurde die Mühle zu eine Papierfabrik umgebaut. Die Fabrikation lief sehr schleppend an und immer wieder gab es Probleme. Es wurden mehr Finanzielle Mittel gebraucht. Und daher wird im Jahr 1872 die Fabrik in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Aus dieser Zeit gibt es eine Gründungsaktie. Die Hauptaktionäre waren jüdische Bankiers. Durch das frische Geld wurden die Anlagen erweitert und neue Gebäude errichtet. Zusätzlich wurden weitere Maschinen zur Papierherstellung aufgestellt. Aber auch dieser Investition blieb der Gewinn versagt. Der Lockwitzbach konnte nicht die zur Papierherstellung benötigte Wasser zur Verfügung stellen. Daher wird die Produktion bereits nach drei Jahren wieder eingestellt gefolgt von einer Zwangsversteigerung.

 Makkaronifabrik (1890-1920)

In den Jahren 1876 bis 1890 standen die Gebäude leer und war dem Verfall preisgegeben. Erst danach fanden sich neue Nutzer mit einer Makkaroni und einer Matratzenfabrik. Das Besondere ist, die Herstellung von Teigwaren im Lockwitzgrund muss die Einheimischen beeindruckt haben, vielleicht war es auch die Größe des Objektes. Denn viele kennen den Standort heute noch als Makkaroni oder Nudelfabrik.

Vater Maccaronie 1910

AK Vater 1914

Nach 1921

Im Jahr 1948 und Anfang Juli 1964 vernichtete ein Großbrand das Wolllager der Firma Fritz Döhrer (Matratzenfabrik) auf ca. 500qm. Nur unter Grossen Einsatz der Dresdner Berufsfeuerwehr und den umliegenden Freiwilligen Feuerwehren konnte der Brand unter Kontrolle gebracht werden. Teile der Gebäudesubstanz mussten darauf hin abgerissen werden.

Nach 1990 kauft eine Firma die Gebäude, entrümpelt diese und beginnt die Sanierung. Heute befinden sich neben Wohnungen verschiedene Gewerke und ein Gasthaus in den Gebäuden.

 

weitere Informationen:

 

 Wasserrad Trans  www.landhaus-lockwitzgrund.de   

 Wasserrad Trans  www.kist-maschinen.de

Mühlenplan für den Lockwitzbach

 Wasserrad Trans Google Maps

 

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Letzte Aktualisierung: 08.06.2017 I Impressum