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Im Tal der Mühlen

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Groß- & Kleinzschachwitz sowie Laubegast, heute Stadtteile von Dresden

Eines haben diese heutigen Stadtteile von Dresden gemeinsam. Sie verband eine Straßenbahn, die Dresdner Vorortbahn eröffnet am 30.12.1899. Diese meter-spurige Straßenbahn begann in Laubegast und fuhr über Leuben nach Niedersedlitz. Zunächst endete die Vorortbahn am Bahnhof Niedersedlitz. Für diesen Inselbetrieb besaß die Vorortbahn in der Bahnhofstrasse, der heutigen Stephensonstraße in Leuben einen Straßenbahnhof. Heute befindet sich ein Stützpunkt der Johanniter Unfallhilfe in diesem Gebäude. Mit der Verlängerung der Streckenführung am 17.10.1906 werden die Gemeinden Großzschachwitz und Kleinzschachwitz an die Dresdner Vorortbahn angeschlossen. Nach erfolgreicher Umspurung auf Stadtspur (1450 mm) und nochmaliger Verlängerung bis an die Elbfähre nach Pillnitz ist die einstige Streckenführung 1925 komplett.

 

Bahn LaubegastBahn LeubenBahn Niedersedlitz

Bahn ZschachwitzBahn Kurhaus

Im Dezember 1936 erfolgt die Eröffnung der Neubaustrecke von Leuben aus durch die Königs-Allee vorbei an der alten Mälzerei nach Kleinzschachwitz. Zeitgleich wird ein Teil der einstigen Vorortbahn stillgelegt und 1937 die Gleise auf den Streckenabschnitt Bahnhof Niedersedlitz  über Großzschachwitz zur Fähre in Kleinzschachwitz ausgebaut.

 

Gruß aus ZschachwitzZschachwitz,

heute als Großzschachwitz bekannt wird 1350 erstmals erwähnt.  Um sich vom benachbarten Kleinzschachwitz abzugrenzen wird 1791 das Gemeindegebiet zu Groß-Zschachwitz erklärt. Es war von Anfang an eine Bauern- und später ab 1846 eine Häuslergemeinde, Das Gemeindegebiet von Großzschachwitz wird 1921 durch die Dörfer Sporbitz und Meußlitz vergrößert.

Eines der bedeutendsten und größten Unternehmen war auf Zschachwitzer Flur war die Firma Seck, später der VEB Mühlenbau Dresden. Begünstigt durch die Dresdner Vorortbahn ab 1906, entstanden vermehrt Wohnungen für die Arbeiter in den Industrieansiedlungen im nahen Niedersedlitz. An der Dorfstraße nach Kleinzschachwitz stand die Alte Mühle. Der ursprüngliche Ortskern befand sich an der Kreuzung Pirnaer Landstraße/ Bahnhofstraße. Und von hier aus entwickelte sich der Ort weiter.

Bereits 1902 eröffnete der Vorgänger des späteren Kaufhaus Günter als Haushaltswarengeschäft. Im Dezember 2007 schließt das Kaufhaus und wird später abgerissen. Die Eingemeindung von Großzschachwitz nach Dresden erfolgte am 1. Juli 1950.

 

Kleinzschachwitz Kleinzschachwitz,

1310 erstmals erwähnt, ist heute ein Villenort. In der Zeit von 1400 bis 1700 war jedoch der Ort Wüst und Leer.

Erst später siedelten sich wieder Häusler und Handwerker an.  Hier endete ab 1906 die Dresdner Vorortbahn am Kurhotel. Später wird die Linie direkt bis zur naheliegende Fähre verlängert. Diese Fährverbindung Kleinzschachwitz - Pillnitz wird bereits seit 1727 als Königliche Fähre betrieben. Die Besonderheit, die Fährleute waren bis 1911 Angehörige der sächsischen Armee. Für sie wurde extra eine Kaserne errichtet. Heute wird die Kaserne als Gaststätte bewirtschaftet. Das besondere dieser Verbindung, das Schloss Pillnitz auf der gegenüberliegenden Seite.

Als ein besonderer Einwohner war der russische Fürst Putjatin genannt. Er lies ein Landhaus mit angrenzenden Park errichten. 1886 erhielt Kleinzschachwitz seine Dampfschiffanlegestelle der Sächsisch-Böhmische-Dampfschifffahrts-Gesellschaft. An der später angelegten Strasse von Leuben nach Kleinzschachwitz stand für kurze Zeit einst eine Papiermühle. Die spätere Eingemeindung von Kleinzschachwitz nach Dresden erfolgte im April 1921.

 

LaubegastLaubegast

an der Elbe gelegen wird 1408 erstmals erwähnt. Die Bewohner verdienten ihren Lebensunterhalt als Bauern & Handwerkern, Fischern, Treidler (Schiffszieher) sowie Strohflechter und Zwirnmacher Bereits um 1501 wird in Laubegast erstmals von einer Elbfähre berichtet. Neben der Fähre besaß Laubegast von 1613 bis 1765 eine kurfürstliche Schiffsmühle. Hier mussten die Bauern der umliegenden Orte bis zur Stillegung der Mühle ihr Getreide mahlen lassen.

Die schöne Lage an der Elbe Hatte schon immer viele interessante Bewohner. Der Chemnitzer Lokomotive-Fabrikant Richard Hartmann besaß in Laubegast eine Villa. Die Neuberin, “die Mutter der deutschen Schauspielkunst” verbrachte hier ihren Lebensabend. Und die erste Motorfliegerin Melli Besse ging hier zur Schule.

In und um Laubegast gab es einst neben großen Gärtnereien weiter Firmen. So wird 1896 auf dem Sägewerksgelände Spalteholz die heutige Schiffswerft Laubegast gegründet. Und die Emil Donath begann 1893 im “Laubegaster Weinbauer” mit der Herstellung von haltbaren Fruchtsäften. Hier in der Österreichen Straße hat die spätere Donath´s Obst-Kelterei in Lockwitz ihre Wurzeln. Diese zog 1906, hatte nachdem die Räume in Laubegast zu klein wurden, nach Lockwitz. Nach 1946 wird die Kelterei enteignet und als “Kelterei Lockwitzgrund” weitergeführt bis sie 1994 die Produktion einstellt.

Eingemeindet wird Laubegast im April 1921. Seitdem entwickelt sich dieser Stadtteil kontinuierlich zu einem bevorzugten Wohnort in Dresden.

 

Mühlen am unteren Lockwitzbach:

Wasserrad Trans Alte Mühle in Großzschachwitz

 

Wasserrad Trans Alte Mälzerei in Kleinzschachwitz

Wasserrad Trans Sägemühle Spalteholz in Laubegast

weitere Informationen: 

Wasserrad Trans www.dresden.de

 

Wasserrad Trans www.Wikipedia.org/Dresdner Vorortbahn

Wasserrad Trans www.laubegast-online.de

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Letzte Aktualisierung: 26.01.2019 I Impressum